Zehn Plagen
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Die Zehn Plagen kamen über Ägypten, als der Pharao trotz Wunderzeichen Gottes das Volk Israel nicht ziehen lassen wollte.
Vorgeschichte
Nach Moses Flucht aus Ägypten[1] und seiner Heirat in Midian[1] begegnete ihm Gott in einem Busch, der zwar brannte, aber nicht verbrannte[1]. Gott gab ihm den Auftrag, zum Pharao zu gehen, um das Volk Israel aus der Gewalt der Ägypter zu befreien und "in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter" zu führen. [1] Gott gibt Mose auch die Möglichkeit, durch zwei Wunderzeichen seine Macht zu beweisen:
- Wenn Mose seinen Stab auf den Boden wirft, verwandelt er sich in eine Schlange. Diese wird wieder zum Stab, wenn er sie am Schwanz aufhebt. [1]
- Steckt Mose seine Hand in seinen Gewandbausch, so wird sie sofort aussätzig. Tut er dies ein zweites mal ist sie sofort wieder geheilt. [1]
Nachdem Mose zurückgekehrt und dem Volk von der Begegnung mit JHWH erzählt hatte, ging er mit Aaron zum Pharao und bat ihn in Gottes Namen darum, ein Fest für Gott in der Wüste feiern zu dürfen. Der Pharao verweigerte und befahl, mit den Israeliten härter zu verfahren als zuvor.[1] Daraufhin begegnete Gott Mose erneut und befahl ihm, ein weiteres Mal vor den Pharao zu treten.[1] Vor dem Pharao wießen sich Aaron und Mose durch ein Wunder aus: Sie warfen ihre Stäbe zu Boden wo sie zu Schlangen wurden. Die Magier des Pharaos vollbrachten zwar das gleiche Wunder, doch wurden ihre Stäbe von den Stäben Aarons und Moses gefressen. Daraufhin wurde das Herz des Pharaos verstockt so das er nicht auf Mose und Aaron hörte.[1]
Erste Plage: Wasser wird zu Blut
Nachdem sich das Herz des Pharaos verstockte schickte Gott Mose morgens zum Pharao. Mose sollte dem Pharao die Nachricht Gottes ein weiteres mal überbringen, diesmal jedoch sollte er im Anschluss daran mit dem Stab auf die Wasserfläche des Nils schlagen. Aaron sollte seinen Stab über den Nil halten.[1]
Nachdem Mose und Aaron taten was ihnen Gott befohlen hatte wurde das Wasser des Nil wie Blut, ebenso wie das Wasser in allen Hölzernen und Steinernen Gefäßen, so das der Nil stinkend wurde und alle Fische darin starben.[1] Die Ägyptische Bevölkerung musste neben dem Nil das Grundwasser angraben um an trinkbares Wasser zu gelangen.[1]
Weil jedoch die Wahrsager des Pharaos ein ähnliches Wunder vollbrachten blieb das Herz des Pharaos verstockt.[1]
Die erste Plage dauerte 7 Tage. [1]
Zweite Plage: Frösche
Gott sprach abermals zu Mose. Der Pharao sollte das Volk ziehen lassen, wenn nicht, sollte das ganze Gebiet mit Fröschen heimgesucht werden. [1] An jedem nur erdenklich Ort solte es von Fröschen wimmeln. Aaron sollte seinen Stab über Gewässer in Ägypten ausstrecken.
Aaron tat wie von Gott geheißen und es kam eine Froschplage über das Land. Wiederum waren die Wahrsager des Pharaos in der Lage die Gleiche Plage herauszubeschwören. [1]
Der Pharao rief Aaron und Mose zu sich um sie beten zu lassen, damit die Plage aufhört. Als gegenleistung sollte das Volk Israel in die Wüste ziehen dürfen um ihren Gottesdienst zu feiern. Mose willigte ein, und auf sein Gebet hin starben die Frösche, so das sie Massenweise gesammelt wurden.[1]
Nachdem die Plage von Ägypten genommen war verhärtete der Pharao wiederum sein Herz und brach sein Verpsrechen. Das Volk Israel durfte nicht ziehen. [1]
Dritte Plage: Mücken
Gott gab Mose eine Anweisung für Aaron er solle mit seinem Stab auf den Staub am Boden schlagen woraufhin in ganz Ägypten Mücken erscheinen sollten. [1]
Aaron tat wie Gott ihm geheißen hatte und im ganzen Land wurde der Staub des Bodens zu Mücken. [1] Die Wahrsager des Pharaos waren bei dieser Plage nicht in der Lage das Wunder zu immitieren, so das sie vor dem Pharao die größe Gottes bekannten. Das Herz des Pharaos blieb jedoch weiterhin verstockt. [1]
Vierte Plage: Stechfliegen
Gott schickte Mose ein weiteres mal zum Pharao mit der androhung in Ägypten Stechfliegen erscheinen zu lassen, sollte er das Volk Israel diesmal wieder nicht in die Wüste ziehen lassen um Gott zu dienen. Nur die Gegenden in denen die Israeliten lebten sollten verschohnt werden.[1] Die Angedrohte Plage erfüllte sich, woraufhin der Pharao Mose aufforderte im Land Ägypten Gott zu Opfern. Mose lehnte dies mit der Begründung ab das die Opfer der Israeliten für die Ägypter ein Gräul darstellen würden. Der Pharao sollte sie 3 Tagesreisen weit in die Wüste ziehen lassen.[1] Der Pharao stimmte diesem Vorschlag zu, mit der bitte das Mose für ihn Fürbitte einlegen solle. Mose tat dies, woraufhin die Stechmücken verschwanden. Der Pharao allerdings verstockte sein Herz ein weiteres mal. [1]
Es ist nicht ganz klar aus welchen Mücken diese Plage bestand. So überetzt die Septuaginta Hundsfliegen[1], in anderen Übersetzungen heißt es "Allerlei Ungeziefer"[1].
Fünfte Plage: Viehpest
Die Aufforderung Moses im Auftrag Gottes war bei der fünften Plage mit der androhung einer Viehpest verbunden. Sollte der Pharao das Volk Israel diesmal nicht ziehen lassen sollte das Vieh, namentlich alle Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe auf dem Felde mit Pest geschlagen werden. Wieder wurde das Israelitische Volk verschohnt, es sollte kein Vieh aus dem Volk angesteckt werden. Doch auch bei dieser Plage wurde das Herz des Pharaos verstockt. [1]
Betroffen war von dieser Plage ausdrücklich nur Vieh auf dem Felde [1], ein Umstand der von moderner Bibelkritik oft unterschlagen wird. Dies entkräftet den Vorwurf das im Text das Vieh quasi mehrmals getötet wird.
Sechste Plage: Geschwüre
Bei der sechsten Plage erähnt die Bibel keine weitere Warnung an den Pharao, sondern Mose und Aaron sollten gleich die Anweisungen Gottes zum hervorrufen der Plage ausführen. Sie sollten Ruß aus den Öfen nehmen und ihn vor dem Pharao in die Luft werfen. Daraufhin erkrankte das gesamte Ägyptische Volk an Geschwüren. [1]Explitiz wird daraufhin gewiesen das die Magier des Königs diesmal nicht zu Mose kommen konnten, da sie ebenfalls an den Geschwüren erkrankt waren. [1]. Doch auch diesesmal wurde das Herz des Pharaos verstockt.
Die Lutherbibel nennt anstatt der Geschwüre als Krankheit die schwarzen Blattern.
Siebte Plage: Hagel
Die Warnung die Mose dem Pharao geben sollte wird in der Bibel ausführlicher beschrieben als bei den misten anderen Plagen. So sollte Mose den Pharao warnen das, sollte er Israel nicht ziehen lassen, Hagel in ganz Ägypten fallen sollte. Dieser sollte alles Vieh und jeden Menschen der sich nicht im Haus aufhielt töten. Außnahme sollte das Land Land Goschen darstellen, indem die Israeliten wohnten. Ausdrücklich betont Mose nocheinmal das alle die das Wort Gottes Fürchten ihre Knechte und ihr Vieh im Haus und den Ställen lassen sollte, damit sie nicht getötet wurden. [1]
Die Bibel berichtet nichts über die unmittelbare Reaktion des Pharao. Allerdings wird berichtet das der Pharao bei der Erfüllung der Plage Mose und Aaron rufen ließ [1] Er bekannte vor Mose das er sich vor Gott versündigt hatte und bat Mose vor Gott Fürbitte für ihn und sein Volk einzulegen. Als Gegenleistung wollte er das Volk Israel ziehen lassen. [1] Nachdem Mose den Pharao nocheinmal gewarnt hatte sich nicht nocheinmal gegen Gott zu versündigen ging er zur Stadt hinaus und legte Fürbitte bei Gott ein. Nachdem die Plage aufgehört hatte verhärtete sich das Herz des Pharao ein weiteres Mal.
Achte Plage: Heuschrecken
Neunte Plage: Finsternis
Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt
Textkritik
Es gibt verschiedene Vorwürfe an die Glaubhaftigkeit der 10 Plagen im Biblischen Bericht.
Anzahl der Plagen
Verschiedene Ausleger Kritisieren das sich die Anzahl und Reihenfolge der Plagen in dem Bericht im 2.Mose Buch und einem Bericht in den Psalmen (Psalm 105,26-36) unterscheiden. Im Psalm Text werden nur 7 der 10 Plagen erwähnt, zudem unterscheidet sich die Reihenfolge.
Bei genauer Betrachtung des Psalmtextes fällt auf das es sich um eine Zusammenfassung der Israelitischen Geschichte handelt. Der Autor erwähnt verschiedene Glaubenshelden, und wie Gott an ihnen gehandelt hat. Alle erwähnten Ereignisse sind stark verkürzt wiedergegeben, viele Fehlen.
Da der Psalm ein Lied war ist es naheliegend das der Autor die Erzählung gekürzt und einem gewissen Versmaß angeglichen hat. Der Fokus des Liedes liegt dabei keineswegs auf der Exakten wiedergabe der Ereignisse als auf einem Lob Gottes und seiner Macht.

