Nächster

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Wer ist mein Nächster?

Um das Gebot der Nächstenliebe erfüllen zu können, muss man sich darüber klar werden, wer der Nächste ist.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten wollten Jesus prüfen und fragten ihn durch einen Vertreter, was zur Ererbung des ewigen Lebens notwendig sei. Jesus gab die Frage an ihn zurück, woraufhin dieser antwortete:

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst." [1]

Jesus lobte ihn für die richtige Antwort und forderte ihn auf, genau dies zu tun. Der Gesetzeslehrer aber fühlte, dass er sich für das bisherige Nicht-Praktizieren rechtfertigen musste, und erwiderte:

"Und wer ist mein Nächster?" [1]

Diese Frage beantwortete Jesus mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter [1], in dem ausgerechnet der von den Israeliten verachtete Samariter als Nächster handelte und die Schwächen des Priesters und des Leviten offenbar werden.

Mit dem Gleichnis wird impliziert (so versteht es auch der Schriftgelehrte [1]), dass der Nächste derjenige ist, der wie der Samariter die Bedürfnisse des anderen sieht, seine Leiden mindert und sich seiner annimmt. Um den Nächsten zu sehen, darf man seine Augen nicht vor der Not anderer verschließen (wie es der Priester und der Levit getan haben), sondern soll sich ihr annehmen.

Quellen

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