Gleichnisse vom Himmelreich

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Inhaltsverzeichnis

Bibelstelle

Die Gleichnisse sind nachzulesen in Matthäus 13.

Inhalt

Jesus erzählte mehrere Gleichnisse vom Himmelreich, von denen Matthäus sehr viele aufgeschrieben hat und sieben heute im selben Kapitel der Bibel überliefert sind. Darunter finden sich

Genaueres zum Inhalt der einzelnen Gleichnisse ist auf den jeweiligen Seiten nachzulesen.

Situation

Biblischer Kontext

In Matthäus 12 geht es um Jesus, den Herrn über den Sabbat, der trotz jüdischer Tradition am Sabbat Ähren pflückt und einem Mann seine verdorrte Hand heilt. Wegen dieser Handlungen gab es eine große Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und den Pharisäern und Schriftgelehrten, woraufhin diese beratschlagen, wie sie ihn umbringen können.

Als ein Besessener zu Jesus gebracht wurde und dieser ihn heilt, klagen ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten an, dass er "die Dämonen nicht anders austreibt als durch den Beelzebul, den Obersten der Dämonen" Matthäus 12,24.

Während Jesus weiter lehrte und in Streitfragen mit den Pharisäern und Schriftgelehrten trat, kamen seine Mutter und seine Brüder und wollten ihn sehen. Er jedoch geht nur auf die geistliche Verwandtheit ein: "Wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter." Matthäus 12,50

Am selben Tag ging Jesus an den See (vermutlich den See Genezareth, wo er sich einige Male aufhielt [1]), und eine große Volksmenge versammelte sich, so dass er aufs Wasser hinausfuhr, um besser gehört und gesehen zu werden [1]. Von dort aus lehrte er der Menge das Gleichnis vom Sämann.

Seine Jünger fragten ihn danach, warum er in Gleichnissen rede, woraufhin er ihnen dieses Gleichnis vom Sinn der Gleichnisreden erzählte und daraufhin ihnen eine Deutung des Gleichnisses vom Sämann gab.

Der Menschenmenge erzählte er noch das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen, das Gleichnis vom Senfkorn und das Gleichnis vom Sauerteig, bevor er sie entließ und in ein Haus ging. Seine Jünger wandten sich wieder an ihn und baten um eine Erklärung des Gleichnisses vom Unkraut auf dem Acker, die er ihnen bereitwillig gab. Außerdem erweiterte er ihr Verständnis des Himmelreichs mit drei weiteren Gleichnissen, dem Gleichnis von Schatz im Acker, von der kostbaren Perle, und dem Gleichnis vom Fischnetz.

Nach Beenden der Gleichnisse zog Jesus weiter nach Nazareth, seine Heimatstadt. Er lehrte die Menschen in der Synagoge, doch musste erfahren, dass gerade diejenigen, mit denen er aufgewachsen war, am wenigsten an ihn und an seine Wunderkräfte glaubten.[1]

Anlass und Zuhörer

Der Anlass zum Erzählen des Gleichnisses ist die versammelte Menschenmenge, unter ihnen Kranke und Leidende, die Jesus ihre Sorgen und Gebrechen mitteilten und von ihren Krankheiten geheilt wurden. Als die Menge zu groß wurde, um mit den Einzelnen zu reden, ließ Jesus sich von seinen Jüngern ein Stück vom Ufer abstoßen. Dann fing Jesus an, die Menge zu lehren. [1]

Die Zuhörerschaft bestand aus Juden, darunter einige Kranke, und die Jünger Jesu, die auch später mit ihm auf dem Boot waren. Im Haus, wo Jesus mit den Jüngern im privateren Rahmen sprechen kann, möchte er ihr Verständnis vom Himmelreich erweitern.

Hintergründe

Gemeinsamer Hintergrund aller Gleichnisse ist die Korrektur falscher Vorstellungen vom Himmelreich, die leider zur Zeit Jesu bei den Juden sehr verbreitet waren. Durch die Lehre der Pharisäer und Schriftgelehrten wurde die biblische Wahrheit mit menschlicher Tradition vermischt. Die Erwartung auf einen Erlöser, der von der römischen Fremdherrschaft über Israel befreien würde, war nicht mehr mit der biblischen Messiaserwartung in Einklang. Deswegen lehrte Jesus die Menschen wieder, wie sie sich das Reich Gottes vorstellen mussten.

Deutung

Die einzelnen Gleichnisse werden auf den jeweiligen Seiten ausführlicher behandelt und dort auch gedeutet.

Quellen


Persönliche Werkzeuge