Gerechtigkeit

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Beim Verständnis von Gerechtigkeit gehen die Meinungen weit auseinander. Zum einen kann man Gerechtigeit als eine Gleichheit verstehen, bei der jeder ein gleicher Teil zusteht. Zur veranschaulichung soll eine Falilie mit drei Kindern dienen. Die Mutter hat einen Kuchen gebacken und ist die Frage wie dieser Kuchen in der Familie geteilzt werden soll. Die nächstliegendste Antwort ist natürlich, dass der Kuchen in gleich große Stücke geteilt wird und jeder ein Stück erhält. Das wäre Gerecht in Sinne von Gleich. Eine weitere Möglichkeit Gerechtigkeit zu verstehen ist eine ausgleichende Gerechtigkeit. In inserem Bild würde das bedeuten, dass zum Beispiel der jüngste ein größeres Stück Kuchen bekommt als seine Geschwister, weil er ja schließlich noch in der Wachstumsphase ist. Oder aber dass der mittlere etwas weniger bekommt, weil er ja sowiso ein bisschen molliger ist als seine Geschwister. Die Frage die sich stellt ist: Was ist Gerechtigkeit aus Gottes Sicht? Das Handeln Gottes ist uns oft unklart und doch glauben wir, dass alles was Gott tut gerecht ist. Wir sprechen zum Beispiel von Erster Welt und von Dritter Welt, wir beobachten, dass Menschen, die ohne Gott leben einen höheren Lebensstandard haben als Christen die all ihre Energie in gottes Werk stecken und viele "ungerechtigkeiten" mehr. Zum Verständnis von den Dingen die gerecht sind kann man viele andere umfangreiche und schwer verständliche Themangebiete miteinbeziehen. Was Hunger und Armut angeht wäre das z.B. Theodizee, wenn man sein Leben an finanziellen Mitteln abwägt und mit anderen vergleicht reicht es manchmal schon ein wenig genauer hinzuschauen. Paulus drückt es im Brief an die Römer folgendermaßen aus: "Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen?" Römer 9,21. Das klingt im ersten Moment nach Willkür, eigentlich aber geht es darum, dass es uns nicht immer vergönnt ist die Tragweite einer Situation zu kennen. In der Bibel haben wir das Versprechen gegeben, dass jeder Mensch mehr als eine Möglichkeit erhält sich für Gott entscheiden zu können. Gott kennt jeden Menschen sehr genau und behandelt auch jeden individuell. Am Beispiel Israels bei der Wüstenwanderung kann der aufmerksame Leser entdecken, dass bei jeder Strafe Gottes über das ungehorsame Volk ein Hintergedanke existierte, der es den Menschen ermöglichte den Weg zurück in ein ruhiges und zufriedenes Leben zu finden. Wenn Gott straft oder einen Menschen prüft hat das immer einen heilenden Hintergrung. Das lässt sich natürlich einfach jemanden sagen, der gerade seine ganze Familie in einem Autounfall verloren hat und für den Rest seoines Lebens an einen Rollstuhl gefesselt sein wird. Hier gibt es keine zufriedenstellenden Antworten von Menschen. Zuerst ist hier unser Glaube gefragt, dass Gott etwas gutes daraus machen kann und will. Dann kann ein Heilprozess beginnen und Fragen gestellt werden. Andererseits merken wir in unsem Alltag auch immer wieder, dass Gott noicht nur nach dem Prinzip der Gerechtigkeit handel, sondern auch gnädig ist. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Wenn Gott nicht gnädig wäre, wäre die Menschheit in der ersten Generation bereits ausgerottet. Ein anderes Schönes Beispiel bietet Gottes Umgang mit Mose. Nachdem Mose gestorben war erweckte Gott ihn wieder auf um ihn vor der Zeit in den Himmel aufzunehmen. Satan trat hinuzu und wollte Moses Leichnam für sich beanspruchen, wie die aller Sünder. Doch hier ist Gott gnädig und erweckt ihn vor Jesu stellvertretenden Kreuzestod wieder zum Leben.

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