Diskussion:Psalm 150

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Parallelismus oder Antithesen?

Da der Psalm offensichtlich von einem antithetischen Gesamterscheinungsbild geprägt ist, sehr gut sichtbar in dem Vergleich der Zimbeln, kann man davon ausgehen, dass in Vers 1 die Ortsbeschreibungen und auch in Vers 2 die Tatbeschreibungen Gegensätze darstellen. In Vers 1 ist es der Gegensatz, zwischen den Orten die als heilig betrachtet werden, und allen anderen Orten auf der Erde. (Ein Hinweis gibt hierauf die bewusste Verwendung der "Schöpfungssprache" in V.1) In V.2 haben wir einen Gegensatz der Tatbeschreibungen, der vergangenen zurückliegenden Taten Gottes und der noch kommenden Taten Gottes.

Interessant, habe ich bisher so nie gesehen. Vers 2 scheint mir hierbei jedoch mehr auf eine Parallele hinzudeuten, Vers 4 passt gut zu Deiner Vorstellung. Trotzdem scheint mit das Gesamtbild der Pauke in der Bibel recht klar im Zusammenhang mit Krieg zu stehen (siehe auch die verlinkte Quelle), daher tendiere ich nach wie vor dazu, dass es sich hier um einen Kriegspsalm handelt - und das himmlische Heiligtum angesprochen wird. --TheKryz 19:43, 7. Apr. 2010 (CEST)
Psalm 150 ist eine Sammlung von Bildern die dem Hörer/Leser zur damaligen Zeit in den Kopf geschossen sind. Deine angesprochene "Pauke" ist eher eine Handtrommel. Diese Handtrommel zusammen mit der Assoziation des Reigentanzes liess den Israeliten immer sofort an die Rettungstat Gottes mit dem Durchzug durch das Rote Meer denken. Diese Rettungstat ist einer der Taten, die richtig in das kulturelle Gedächtnis reingebrannt waren, siehe hier auch die Rezeptionsgeschichte des Lobliedes der Miriam allein im Ersten Testament. Die Handtrommel wurde mit dem Reigentanz zusammen öfters im Ersten Testament zu öffentlichen Dankfeiern gespielt, darunter auch Dankfeiern für das erfolgreiche Kriegführen.
Dass es sich beim Toph um eine Handtrommel handelt, ist mir bewusst. Dass es allerdings (nur) eine direkte dauerhafte Erinnerung an den Durchzug des Roten Meers hervorruft ist mir beim Lesen der Bibel nicht eindeutig klargeworden. Sicher ist der Durchzug durch das Rote Meer ein einschneidendes Erlebnis, Toph und Reigen werden in der Bibel aber öfter zusammen genannt, interessanterweise in der Mehrzahl der Fälle - wie Du auch erwähnst - mit Kriegsbezug (Richter 11,34 - Jephtahs Tocher, Psalm 149,3 - Psalm mit Kriegshaltung). Jeremia 31,4 entspricht dagegen in der Tat eher einer Feier und der Kriegsbezug ist nicht direkt sichtbar. Trotzdem spricht die Analyse der restlichen Texte, die das Word Toph enthalten, meiner Ansicht nach sehr deutlich für Kriegsbezug. Außerdem würde ein Einsatz des Tophs im Heiligtum der klaren Anweisung Gottes durch die Instrumente Davids widersprechen (2. Chronik 29,25), oder?
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