Abendmahl
Aus AdvenTiki
Das Abendmahl wurde von Jesus kurz vor seinem Tod als Erinnerungshandlung eingesetzt. Er feierte es mit seinen Jüngern am Tag des Passahfestes, am Abend vor seiner Gefangennahme durch die Römer. Ihm voraus geht die Fußwaschung, die Jesus an seinen zwölf Jüngern vollzog, um sie zum Dienst am Nächsten anzuregen.
In den Adventgemeinden wird das Abendmahl viermal im Jahr gefeiert. Alle gläubigen Christen können am Abendmahl teilnehmen.
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Das letzte Passahmahl
Alle vier Evangelisten beschreiben dieses letzte Passah, das Jesus mit seinen Jüngern am Tag der ungesäuerten Brote feierte. Das Passah war eines der Pilgerfeste, zu denen die Juden nach Jerusalem in den Tempel gingen.
Genauso machte es Jesus, der einige Tage vorher unter Jubel des Volkes auf einem Esel in Jerusalem einzog. Zur Vorbereitung des Festes sandte er Petrus und Johannes nach Jerusalem und sagte ihnen als Hinweis auf den Ort des Festes voraus, wen sie treffen, was dieser sagen und wohin er sie führen würde.[1]
Beim Essen, nach der Fußwaschung, sprach Jesus an, dass ihn einer seiner Jünger verraten würde, woraufhin die Jünger sich untereinander wunderten und besorgt selbst fragten. Jesus sagte deutlich, dass es derjenige sei, der mit ihm das Brot in die Schüssel tauche. Judas fühlte sich persönlich angesprochen und frage: "Rabbi, doch nicht ich?", woraufhin Jesus entgegnete: "Du hast es gesagt!". Erstaunlicherweise wird von der Reaktion Judas' oder der der Jünger nichts berichtet.
Beim Abendmahl nahm Jesus das Brot, brach es und gab es den Jüngern. Genauso nahm er den Kelch, dankte dafür und gab ihn den Jüngern mit der Aufforderung, dass alle daraus trinken sollten.[1]
Symbole
Beim letzten Passah brach Jesus das Brot und nahm den Wein, dankte für sie und gab sie den Jüngern, dass sie davon nähmen. Brot ("das ist mein Leib"[1]) und Wein ("das ist der neue Bund in meinem Blut"[1]) sollten die Nachfolger Jesu daran erinnert, dass er für sie gestorben war. Dabei vertreten die Siebenten-Tags-Adventisten nicht die Lehre der Transsubstantiation, nach welcher Brot und Wein sich bei der Danksagung der Priesters wahrhaftig in den Körper und das Blut Jesu verwandeln. Vielmehr wird die Symbolik in ihnen betont.
Brot
Das Brot stellt Jesu Körper dar, wie er selbst sagte: "Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird"[1]. Diese Aussage spielt auf die Kreuzigung Jesu an, die nicht viel später stattfindet sollte. Jesus starb vollkommen sündlos für die Sünde der Menschen, damit diese das ewige Leben erlangen könnten. Dies war so im Erlösungsplan vorgesehen.
Jesus sprach an anderer Stelle von sich als das "Brot des Lebens" [1].
Wein
Der Wein symbolisiert laut Jesus sein "Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden"[1].
Jesus versprach, nicht mehr vom "Gewächs des Weinstocks"[1] (vom Traubensaft) zu trinken, bis er davon wieder gemeinsam mit seinen Jüngern im Reich Gottes trinken könne.
Abendmahlsfeier bei den ersten Christen
Paulus kritisiert in seinem ersten Brief an die Korinther, dass beim Zusammenkommen zum Abendmahl Unordnung herrsche. Offenbar brachten die Christen ihren eigenen Anteil zum Abendmahl und aßen dann jeder das Mitgebrachte, wobei die Armen, die nichts mitbringen konnten, leer ausgingen. Paulus ruft zu einer Selbstprüfung vor dem Abendmahl auf, und warnt davor, unwürdig am Mahl teilzunehmen, da man sich damit "zum Gericht" esse und trinke. Er gibt vielmehr den Rat, beim Essen aufeinander zu warten.[1]
Abendmahlsfeier heute
In den Adventgemeinden wird das Abendmahl mit speziell gebackenem Abendmahlsbrot und Traubensaft gefeiert. Dazu werden die Einsetzungsworte aus 1. Korinther 11,23-29 gelesen. Dem Abendmahl voraus geht die Fußwaschung, wie sie Jesus an seinen Jüngern tat.
Predigtskripte
Siehe Auch
Glaubenspunkt 16: Das Abendmahl

