1. Mose 1

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Die Bibel, und auch die jüdische Torah, beginnt mit den Worten "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde"[1]. Ohne Einleitung wird hier vorausgesetzt, dass Gott existiert und dass er die Macht hat zu erschaffen. In den folgenden Versen wird die Schöpfung gemäß den Tagen in ihren Einzelschritten erläutert.

Der erste Tag

Am ersten Tag der Schöpfungswoche entstand das Licht durch Gottes Wort; außerdem trennte Gott Licht und Finsternis und richtete so den Tag-Nacht-Rhythmus ein. Man bemerke die jüdische Zeitrechnung hier, die einen Tag von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang zählt: "Und es wurde Abend, und es wurde Morgen"[1].

Der zweite Tag

Am nächsten Tag wurde das Wasser in zwei "Ausdehnungen" getrennt, wobei der Himmel entstand. Dieser Vers wird so gedeutet, dass Gott hier einen Wassergürtel schuf, der die Erde umgab und für eine ausgeglichene Atmosphäre sorgte.

Der dritte Tag

Das Wasser wurde an einem Ort gesammelt und bildete das Meer; der nun trockenen Erde wurde befohlen zu sprießen und Pflanzen hervorzubringen. Es entstanden Gras, samentragendes Gewächs, und Bäume.
Am Ende dieses Berichts steht zum ersten Mal der Kommentar "Und Gott sah, dass es gut war"[1].

Der vierte Tag

Am vierten Tag schuf Gott Lichter für den Tag und die Nacht, Sonne, Mond, und die Sterne. Parallel zur Erschaffung des Lichts wird am vierten Tag das Licht für die Erde eingesetzt. Wiederum schließt der Bericht mit dem Kommentar "Und Gott sah, dass es gut war"[1]. Es ist zu beachten, dass die grünen Pflanzen, die am dritten Tag erschaffen wurden, bereits am nächsten Tag mit Licht versorgt werden konnten; dies spricht gegen die Theorie einer Schöpfungs-Periode, bei der die Tage nur symbolisch zu verstehen seien.

Der fünfte Tag

Am fünften Tag wurden die Wassertiere und Vögel erschaffen, um das Meer und den Himmel zu bevölkern, die am Tag zwei erschaffen wurden. Gott gab ihnen außerdem den Befehl, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, um das Wasser und die Lüfte zu füllen.

Der sechste Tag

Am sechsten Tag schließlich wurden die Landtiere erschaffen, woraufhin der Kommentar "Und Gott sah, dass es gut war" folgt.[1]. Als letztes Geschöpf wurde nun der Mensch erschaffen, im Bilde Gottes als Mann und Frau[1]. Er (also beide, Mann und Frau als Einheit) wird von Gott gesegnet und erhält den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde zu beherrschen. Er soll sich von den Samen und Früchten der Bäume und Pflanzen ernähren, genauso wie die Tiere. Das Kapitel schließt mit den Worten "Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut"[1].

Ausblick

In 1. Mose 2 schließt die Schöpfungswoche mit dem Höhepunkt, dem Sabbat. Anschließend folgt auf die Schöpfungserzählung gemäß den einzelnen Tagen bis zum Ende der Schöpfungswoche ein ergänzender, detaillierter Bericht über die Erschaffung des Menschen, der oft fälschlicherweise für einen zusätzlichen Bericht gehalten wird.

Grundlage des Glaubens

Die Erschaffung der Welt durch einen liebenden Gott ist eine Grundlage des christlichen Glaubens. Die Schöpfung wird durch die Evolutionstheorie seit 1859 in Frage gestellt, als Charles Darwin das Buch Von den Entstehung der Arten herausgab. Nichtsdestotrotz gibt es auch in der modernen Wissenschaft fähige Menschen, die an eine persönliche Schöpfung glauben und dies auch öffentlich vertreten. Einer davon ist der Biologe Walter Veith.

Am Sabbat erinnern sich die Christen an die Schöpfung, wie es Gott im vierten Gebot einrichtete [1].

Quellen

Persönliche Werkzeuge